Metaphorische Visualisierung (sog. "Logos")

    des Begriffs bzw. der Tätigkeit des "Übersetzen"

    Ein Logogramm (von griechisch lógos - Wort, gráphein – schreiben) ist ein einzelnes schriftliches Zeichen, das ein Wort bzw. eine bedeutungstragende Aussage darstellt. Es kann sich bei dem Zeichen um eine grafische Vereinfachung (Bildsymbol), eine Zusammensetzung von Bildsymbolen bzw. von Symbolen ohne Bildcharakter mit metaphorischem Metapher handeln. Verglichen mit alphabetischen Systemen haben Logogramme zur Übermittlung eines Themas oder Sachverhaltes den Vorteil,  dass man den Sinngehalt in eine Darstellung projiziert und die Sprache des Verfassers nicht zu kennen braucht. Jedes Symbol (Ideogramm, von griechisch idéa - Gestalt, Form, Erscheinung, gráphein - schreiben) stellt eine bestimmte Bedeutung dar. Vereinfacht kann man sagen, dass ein Zeichen einem Wort mit einem Bedeutungsinhalt entspricht, das auch einen metaphorischen Charakter haben kann. In der  Logographie (griech. logos: Beschreiben u. graphein: Bedeutung; Kurzform: "Logo") bedeutet die  Grafik ein Signet bzw. Logogramm, das  für eine bestimmte Gruppierung (Organisation oder ein Unternehmen Firmenlogo) erstellt wird und auf einen Blick die Komplexität des Bedeutungszusammenhangs widerspiegelt oder metaphorisch den Sinnzusammenhang darstellt. Es wird unterschieden zwischen Piktografische Symbole (Piktogramm), Ideografische Symbole (Begriffszeichen), Abstrakt-logografische Symbole.

    Bei der Logo-Gestaltung achten Graphikdesigner u. a. auf vier einfache Punkte:
    ... auf Verständlichkeit, wobei das Logo die Bedeutung des Namens unterstreichen oder auf die Tätigkeit des Unternehmens hinweisen soll. Das kann durch ein grafisches Symbol und/oder die Auswahl einer passenden Schrift geschehen. Wird ein Firmen- und/oder Markennamen mit einem grafischen Zeichen (Icon) kombiniert, spricht man von einer Wort-Bild-Marke;
    ... auf Unverwechselbarkeit, wobei ein Logo das Firmen-Image transportieren soll. Wenn es bereits von anderen Assoziationen besetzt ist, dann wird es um so schwieriger eine eigene Identität oder ein Firmenprofil zu etablieren;
    ... auf Einprägsamkeit, die durch die Formel  KISS ausgedrückt wird: "Keep It Short (and) Simple" - Was einfach ist, kann man sich einfach merken.
    ... auf Reproduzierbarkeit, damit das Logo auch noch als  Fax oder als Stempel, aus der Entfernung, und auf einem T-Shirt gestickt oder auf einem Werbekugelschreiber gut erkennbar ist.

    Der metaphorische Gehalt eines Logos dient im Wesentlichem der unterbewussten Identifizierung von Inhalten und Sachverhalten.
    Die Metapher an sich gehört zu den Sinn- oder Namensänderungen (Tropen), sie wird aber von einem Vergleich unterschieden. Während beim Vergleich zwei Sachverhalte in ihrer Ähnlichkeit explizit nebeneinander gestellt werden, läuft der Wahrnehmungsprozess bei der Metapher implizit ab, wodurch eine sehr viel stärkere, zum Teil unbewusst ablaufende Identifizierung beider Sachverhalte suggeriert wird. Die Metapher ist soziologisch gesehen sehr viel mehr als nur im linguistischen Sinne ein bloßer Redeschmuck oder graphisch gesehen ein „nettes Bildchen“. Sie erfüllt zwar als Ausdruck sprachlicher Kreativität eine wesentliche sprachästhetische Funktion oder visuell einen ästhetischen Genuss, sie muss darüber hinaus aber als Indikator für einen Verinnerlichungsprozess fachspezifischer Sachverhalte und Bedeutungsinhalte angesehen werden. (Helmuth Sagawe)

     

    Logos von Internet-Seiten, die im Zusammenhang mit "Übersetzen" zu sehen sind: 

                                                                                            


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