Erwähnenswerte Projekte

    Sprachliche Eigenschaften von Übersetzungen (Universität des Saarlandes)
    In einem neuen Forschungsprojekt befasst sich der Lehrstuhl für Englische Sprach- und Übersetzungswissenschaft der Universität des Saarlandes mit charakteristischen Besonderheiten übersetzter Texte. Ziel des Forschungsprojekts mit dem Titel "Sprachliche Eigenschaften von Übersetzungen - Eine korpusbasierte Untersuchung für das Sprachenpaar Englisch - Deutsch" ist es, sowohl solche Eigenschaften von Übersetzungen herauszuarbeiten, die in Abhängigkeit des jeweiligen Sprachpaars und der Übersetzungsrichtung entstehen als auch solche, die universell sind, d.h. aus dem Übersetzungsprozess resultieren.Forschungsprojekte, Kategorien: Wissenschaftspolitik Gesellschaft, Informationstechnologie, Medien und Kommunikation, Sprache und Literatur

    Der Übersetzer: Agent im virtuellem Raum? (Sagawe: Uni-Heidelberg)
    Die Tätigkeit des Übersetzers und Dolmetschers erfordert eine große Vorstellungskraft von virtuellen kulturellen Räumen innerhalb einer "virtuellen Realität". Kann demnach Übersetzen als „Agieren im virtuellen Raum“ mit unterschiedliche Kultur- und Erinnerungsräumen bezeichnet werden? In diesem Projekt soll die Handlung des  Übersetzens und Dolmetschens mit Hypothesen und Theorien der Sozialphilosophie: „Handeln im virtuellen Raum Internet“ untersucht und unter einer praxisnahen Perspektive diskutiert werden.

    Zur psycholinguistischen Untersuchung von Übersetzungsprozessen (Lörscher, Uni-Leipzig)
    Ein wesentliches Ziel dieses Projektes ist es, Aspekte der psychischen Prozesse bei einem speziellen Typ von Sprachverarbeitung offen zu legen. Es werden jene mentalen Leistungen untersucht, die in den Köpfen von Übersetzern ablaufen, wenn sie einen ausgangssprachlichen Text in eine Zielsprache übertragen. Damit vereint dieses Projekt eine Zielsetzung und ein Erkenntnisinteresse, die bzw. das sowohl im Rahmen der Psycholinguistik als auch der Übersetzungswissenschaft von eminenter Bedeutung ist.

    Kulturhermeneutik im Zeichen von Differenz und Transdifferenz
    Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Freistaat Bayern finanzierte Kolleg an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg beschäftigt sich mit inter- und intra-kulturellen Verständigungsprozessen auf der Subjekt- und der Gruppen-Ebene. Über Phänomene der kulturellen Differenz hinaus thematisiert es solche der Transdifferenz auf Grund von Mehrfachzugehörigkeiten, Grenzüberschreitungen und Überlagerungen sowie die sich daraus ergebenden hermeneutischen Probleme. Ein Teilprojekt der Soziologie greift gegenwärtige Theoriekontroversen im Bereich der kulturwissenschaftlichen Hermeneutik auf, die sich in der Folge der stärker aufeinander bezogenen Debatten in den Geistes- und Sozialwissenschaften entwickelt haben, insbesondere auf methodologischem und konstitutionstheoretischen Gebiet.

    Die deutschsprachigen Länder in den spanischen Medien (Universität Salamanca)
    Dieses Unterrichtsprojekt bietet den zukünftigen Übersetzern die Möglichkeit, einen realen Übersetzungsauftrag individuell auszuführen, zu kommentieren und zu veröffentlichen

    Curriculum-Entwicklung und -evaluation im Fach- und Verhandlungsdolmetschen (Apfelbaum, Uni-Hildesheim)
    Ziel des Projektes war es, auf der Grundlage von neueren Forschungsergebnissen zur interaktionsorientierten Dolmetschforschung Curricula für die Ausbildung im Fach- und Verhandlungsdolmetschen zu entwickeln.

    Synchronisation als Forschungsthema in der Übersetzungswissenschaft (Jurja, Uni-Wien)
    Das Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung der Synchronisationsforschung. Dabei werden zunächst die verschiedenen Möglichkeiten der Übertragung von Filmen in eine andere Sprache vorgestellt und beschrieben und die verschiedenen Gründe für die Wahl einer bestimmten Transfermöglichkeit erläutert.

    Sprache heute - eine kunterbunte Mischung? (Steiner, Uni-Saarland)
    Bei unklaren Wendungen im Deutschen oder bei der Frage, ob der Stil des Originals getroffen wurde, muss man sich jetzt nicht mehr auf sein Sprachgefühl verlassen, sondern kann im Korpus hunderte reale Beispiele nachschlagen. Die Datenbank wird zum "lebenden Lexikon", das mit den Entwicklungen der Sprache "mitwächst".

    Verbmobil: Der Traum von der sprechenden Maschine (Uni-Stuttgart u.a.)
    Verbmobil ist ein langfristig angelegtes, interdisziplinäres Leitprojekt im Bereich der Sprachtechnologie. Das Verbmobil-System erkennt gesprochene Spontansprache, analysiert die Eingabe, übersetzt sie in eine Fremdsprache, erzeugt einen Satz und spricht ihn aus.

     

     

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