Überlegungen zum fachsprachlichen Übersetzen
Ein Translator ist bei der Ausübung seiner Tätigkeit auf eine Reihe unterschiedlicher Hilfsmittel angewiesen. Diese können herkömmlicher oder moderner Art sein. Unter herkömmlichen Hilfsmitteln verstehen wir Karteikarten, Wörterbücher, gedrucktes Informationsmaterial, Vor-Ort-Recherchen in Bibliotheken etc. Moderne Hilfsmittel sind dagegen CD-Roms, im Datennetz (Internet) angebotene Terminologiesammlungen, Wörterbücher und Informationen sowie elektronische Recherchen.
Die Fähigkeit, mit Hilfsmitteln umzugehen, ist ein wesentlicher Bestandteil translatorischer Kompetenz. Ein Schwerpunkt der Ausbildung liegt somit in der Vermittlung translatorischer Arbeitstechniken. Holz-Mänttäri + Vermeer (1985:4) fordern die "Erarbeitung fachspezifischer Verfahren". Hierzu zählen Studien- und Arbeitstechniken, Daten- und Textverarbeitungstechniken, Klassifikations- und Dokumentationstechniken sowie Berufsorganisationstechniken.
Theorie:
"Entwicklung einer wissenschaftlichen
Terminologie-Markup-Language"
(Helmuth Sagawe)
Die Funktion einer Terminologie-Markup-Language besteht darin, die
Struktur eines Textes hinsichtlich seiner Funktion für die Terminologiesuche zu
beschreiben. Eine TERM-ML lässt sich zunächst HTML-orientiert entwerfen (oder
gar dort einflechten). Die HTML sieht bis heute noch keine Möglichkeit vor, auf
einen einzelnen Satz einer HTML-Seite Bezug zu nehmen, sofern dieser Satz nicht
vom Linkgeber von vornherein mit einer Referenz-Marke versehen wurde. In einer
TERM-ML müßten aber jeder einzelne Satz und jedes einzelne Wort adressierbar
sein. Eine TERM-ML unterläge ihrerseits der Beobachtung durch den
wissenschaftlichen Diskurs in der Translationswissenschaft. Der Aufsatz ist
eine Fiktion zu der später weiterentwickelten "Extensible
Hypertext Markup Language" XHTML.
Der Translator im Dschungel
des Internets
(Helga Ahrens)
Die Fähigkeit, mit Hilfsmitteln umzugehen, ist ein wesentlicher Bestandteil
translatorischer Kompetenz. Dies betrifft die Tätigkeit des translatorischen
Handelns selbst, die Kommunikation mit Kollegen, Auftraggebern etc.
sowie die Abwicklung von Übersetzungs- und Dolmetschaufträgen. Der
Translator muß sich einen Arbeitsplatz schaffen, der den neuen Anforderungen
angepasst ist. Er muss wissen, welche technischen Möglichkeiten ihm offen
stehen und wie er sie - skoposadäquat - einsetzen kann: Wann ist welche
Strategie sinnvoll? Auch muss er die Aufgaben eines Technical Writers
übernehmen können. Er übersetzt keinen Ausgangstext im herkömmlichen
Sinn, sondern erstellt auf Grund von Informationen einen Text in einer gegebenen
Zielkultur.
Typografie
und Layout als Translationsproblem (Jürgen
F.Schopp)
Spätestens durch die Einführung von
Desktop-Publishing Mitte der 80er Jahre, wurde die Relevanz von Typographie und
Layout für den Translationsprozess erkannt. Nicht nur die sprachliche Dimension
des Translats für die translatorische Berufspraxis, sondern auch dessen
visuelle Gestalt spielt eine nicht unwesentliche Rolle.
Gut
zum Druck Typographie und Layout im Übersetzungsprozeß (Jürgen
F.Schopp)
Noch Mitte der 80er Jahre
war der Begriff Typographie für die meisten Übersetzerinnen und Übersetzer -
wie für fast die gesamten schreibende Welt - terra incognita. (ACADEMIC
DISSERTATION, University
of Tampere, The School of Modern Languages and Translation Studies, Finland)
Hilfsmittel des Übersetzers
-> PDF-Datei / ->
Powerpoint-Präsentation (Sabina Maria Fischer)
Ohne Hilfsmittel ist der Translationsprozess
relativ schwierig geworden. Unter "Hilfsmittel" werden Werkzeuge,
Tools, Arbeitsmittel und Übersetzungshilfen (CAT) verstanden, also Mittel zur
Arbeitserleichterung oder zur Erreichung eines bestimmten Zwecks. Man
unterscheidet Hilfsmittel zur physischen Ausübung, zur Verwaltung, zur
Kommunikation, zur Textproduktion und zur Recherche.
Praxis:
Übersetzen und Lokalisieren -> PowerPoint-Präsentation (Kerstin Daumann)
Wer heute wirtschaftlich auf einem Markt Erfolg haben will, muss die
Sprache der Kundinnen und Kunden sprechen, sowie mit ihren kulturellen
Gepflogenheiten vertraut sein. Damit eine Übersetzung
von Software den Namen Software-Lokalisierung verdient, sollte sie daher nicht nur
eine sprachlich korrekte Übersetzung sein, sondern auch die Übertragung kultureller
Deutungsmuster, Eigenheiten und Symbole beinhalten. Dies umfasst nicht nur die Übersetzung,
sondern auch die
Anpassung und technische Validierung Ihrer Benutzeroberflächen, die Anpassung Ihrer Online-Hilfe, Dokumentationen und Handbücher, die
Kataloge, Broschüren und Werbekampagnen, sowie auch CD-ROM-Lokalisierungen
und Website-Übersetzungen.
Softwarelokalisierung
und die Aufgabe von Übersetzern im Lokalisierungsprozess (Uta
Seewald-Heeg)
Globalisierung,
Internationalisierung und Lokalisierung, solche Schlagworte waren früher
unbekannt, heute sind sie die die Modewörter der technisch-orientierten
Übersetzer. Doch was ist genau Lokalisierung, was unterscheidet den
Lokalisierungsprozess vom Übersetzungsprozess?
Der
Software-Lokalisierungsprozess, Praktische Fingerübungen in 10 Sätzen
(Joseph Dengler)
Software-Entwicklung kann
sogar ein aufregendes Geschäft sein. Hier wird von einem Leiter eines
Lokalisierungsprojektes dieser Prozess von der Auftragserstellung bis zum
erfolgreichen Abschluss beschrieben.
CAT-Tools, eine kurze Einführung am Beispiel der Universität Heidelberg /
IÜD
-> PowerPoint-Präsentation (Nicole
Keller)
CAT-Tools am Institut für Übersetzen und
Dolmetschen der Universität Heidelberg, Computergestützte Übersetzung und
Terminologieverwaltung: CAT (computerunterstützte Übersetzungs)-Tools sind
Software-Anwendungen, die der globale Sprachtechnologie-Sektor
entwickelt hat. Sie werden heute die für Qualitätsübersetzungen als unerlässlich
betrachtet und tragen zur Einsparung von Übersetzungskosten und Lieferzeit,
verwandelten sie sich mittlerweile auch in ein Synonym für Qualitätssicherheit.
CAT-Tools übersetzen nicht im eigentlichen Sinne. Auch Machine Translation
(MT), ein Produktivitäts-Tool, das am besten bei langen, gut geschriebenen
Texten mit eingeschränktem Themenbereich funktioniert, wird fälschlicherweise
als CAT-Tool bezeichnet.
CAT-Tools &
Terminologiedatenbanken (Nicole Keller)
Hier werden Kursinformationen, Referenzmaterial
und Evaluationskriterien für Computer Aided Translation (CAT) Tools und
Terminologieverwaltungssysteme zusammengestellt und Übersetzungslösungen
mit across, TRADOS, Déjà Vu,
Transit XV und SDLX inklusive der Terminologieverwaltung vorgestellt und
evaluiert.
Software-Überblick für Profiübersetzer
Praxisbezogene WWW-Seiten für ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen
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